Brombeere – echte Brombeere

Brombeere, Rubus sectio Rubus

Brombeere Blüte
Brombeere Blüte
auch Rubus fruticosus
Familie Rosaceae – Rosengewächse

Beschreibung

Die meisten kennen die Brombeere wegen der leckeren Früchte. Man isst einfach direkt die Frucht oder mixt sie in einen Smoothie. Sie schmecken jedoch nicht nur roh gut. Zahlreiche Lebensmittel, wie Marmelade oder Saft, bedienen sich des typischen Geschmackes. Zahlreiche Nährstoffe finden sich sowohl in den Beeren als auch in den Blättern.
Als Heilpflanze war sie schon vor tausenden von Jahren bei den Ägyptern bekannt und wurde zur Abhilfe bei Durchfall eingesetzt.

Reife Früchte der Brombeere
Reife Früchte der Brombeere
Die Pflanze ist ein meist vielverzweigter, stachelig rankender Strauch, der 2 bis 3 m hoch wächst. Sie ist bei uns heimisch und fühlt sich an Böschungen, Dämmen, sowie an Weg- und Waldrändern wohl.
In der Botanik werden die blauschwarzen Früchte als Sammelsteinfrüchte bezeichnet. Sie sind also im botanischen Sinne keine Beeren. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse.
Die saftigen, süß-sauren Früchte müssen schnell gegessen werden, können aber auch haltbar gemacht werden.

Blütezeit: Mai bis August
Fruchtreife: Mai bis Oktober

Als Nahrungsmittel

Brombeeren sind gesunde Früchte. Sie enthalten reichlich Vitamin C und Ballaststoffe. Außerdem sind die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Calcium und Magnesium gut vertreten.

Nährwerte Brombeere

je 100 g
Brennwert 43 kcal/180 KJ
Eiweiß 1,39 g
Kohlenhydrate 9,61 g
Fett 0,49 g
Ballaststoffe 5,3 g
Mineralstoffe
Calcium 29 mg
Eisen 0,62 mg
Kalium 162 mg
Magnesium 20 mg
Vitamine
Vitamin C 21 mg
Vitamin A 11 µg

Brombeere Frucht
Brombeere Frucht

Verwendung:
In der in der Küche


In Kräutertees und Teemischungen wird sie gerne verwendet oder als Beigabe zu einem grünen Smoothie genutzt. Aber auch bei Eis, Quarkspeisen, Joghurt, Desserts und Torten sorgt sie für ein genussvolles Geschmackserlebnis. Ebenfalls wird sie bei der Herstellung von Marmeladen, Gelees, Sirup oder Likören genutzt.

Als Zierpflanze

Obwohl es sich nicht um eine Zierpflanze handelt, findet sich die Brombeere auch in Gärten. Für diese werden inzwischen Sorten angeboten, die keine Stacheln mehr haben. Diese sind durch Kreuzung von wilden Arten gezüchtet worden.

Mythische Verwendung

Überliefert ist das Ritual unter den lang gebogenen Ästen eines Brombeerstrauches hindurch zu schlüpfen. Dieser Vorgang wurde mit Zaubersprüchen begleitet um die Wirkung zu verstärken. Die Stacheln griffen nun dabei alles, was Unglück oder Krankheit bringen konnte von der betreffenden Person ab. Sie könnte danach wieder frohen Mutes und gesund in die Zukunft schauen.

Kosmetische Verwendung

Auch kosmetische Produkte wissen ihre Eigenschaften zu schätzen. Es handelt sich dabei um die folgenden Funktionen:

Kräftigend,
erzeugt ein angenehmes Gefühl auf Haut oder Haar.
Adstringierend,
verdichtet die Hautoberfläche.
Der Extrakt aus den Blättern ist
hautpflegend,
hält die Haut in einem guten Zustand.

Verwendung als Räucherwerk

Als Räucherwerk wird ihr eine trennende Schutzkraft zwischen dem Innen und Außen zugeschrieben. So wie sie in der Natur als Hecke trennen und schützen kann.

Brombeere Zeichnung
Brombeere Zeichnung

Verwendung als Arzneipflanze

Beschreibung der Droge:

Rubi fruticosi folium
(Brombeerblätter)
wirkt adstringierend (zusammenziehend) und findet Anwendung
innerlich bei Durchfall und
äußerlich bei leichten Entzündungen im Mund und Rachenraum.
Die Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C, Schleimstoffe, etheriches Öl, Citronensäure, Isocitonensäure.

Andere Namen:

Brambeere, Bramberi, Bramel, Brämel, Braunbeere, Brombesing, Bromedorn, Brombesing, Bromelbeere, Brumenbeere, Frombeere, Hirschbollen, Kratzbeer, Kratzelbeere, Krotzbeere, Mohrenbeere, Moren, Nur, Rahmbeere, Schwarzbeer, schwarze Haubeere

Englisch: Blackberry
Französisch: mûre sauvage, mûre, mûron

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