Johanniskraut

Johanniskraut - Hypericum perforatum

Johanniskraut mit Blüten
Johanniskraut mit Blüten
Familie: Hypericaceae – Johanniskrautgewächse / Hartheugewächse

Beschreibung

Es wächst gerne an Wegen und Feldrändern, auf Magerwiesen und lichten Waldrändern. Das Staudengewächs erreicht eine Höhe von 60 cm bis 90 cm und hat aufrechte zweikantige Stängel. Oben an diesen befinden sich die auffallenden, goldgelben Blüten in Form von Trugdolden. Wenn man die Blüten zwischen den Fingern verreibt, verfärben sich diese durch den austretenden Saft rot. Dies hat seine Ursache in dem enthaltenen Hypericin und erklärt die Namen des Krautes, welche die Silbe „Blut“ beinhalten. Als Beispiel sei „Blutkraut“ erwähnt.

Blütezeit: Juni bis August
Die Blüte am Johannistag, dem 24. Juni, gibt ihm den Namen.

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Johanniskraut
Johanniskraut

Verwendung in der Küche

Hier sind Tee oder Teemischung, Schnaps oder Likör zu nennen. Ansonsten hält sich das Kraut aufgrund seines Geschmackes eher der Küche fern.

Verwendung als Zierpflanze

Es zeigt sich gerne in Gärten unterschiedlicher Stilrichtungen. Für den Gärtner hat es den Vorteil einer leichten Pflege. Allerdings wo es sich eingenistet hat lässt es sich nicht mehr so leicht entfernen. Das liegt daran, dass sich diese Kräuterpflanze nicht nur durch Samen, sondern auch über Wurzelausläufer verbreitet.

Mythos und Geschichte

Zahlreiche Mythen, Sagen und Legenden ranken sich um dieses uralte Heilkraut. Die Menschen nutzten es im Mittelalter als ein Kraut gegen bösen Zauber. Durch diese Verwendung bot es sich natürlich als Stoff für viele Erzählungen an.

Kosmetische Verwendung

Das Kraut wird insbesondere bei Naturkosmetik eingesetzt. Hier weiß man seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften zu schätzen. Es wird zum Beispiel für Creme, Balsam oder Öl verwendet.

Verwendung als Räucherwerk

Es wird alleine oder auch zusammen mit anderem Räucherwerk, wie Harze, genutzt. Beim Räuchern verströmt es einen süßlichen und warmen Duft, der ein wenig an Heu erinnert und die Sonne in unserem Herzen erstrahlen lässt.

Verwendung als Arzneipflanze

Beschreibung der Drogen:

Johanniskraut (Hyperici herba). Es werden die kurz vor oder während der Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Teile verwendet. Es findet sich in vielen Arzneifertigpräparaten, die bei depressiven Verstimmungen, psychovegetativen Störungen und nervöser Unruhe angewendet werden.

Frische Johanniskrautblüten (Hyperici flos recens, synonym Flores Hyperici recentes).
Verwendet werden die frischen im Juli oder August gesammelten und von den Blütenstandsachsen getrennten Blüten und Blütenknospen.
In Form von Johanniskrautöl (Rotöl, Oleum Hyperici) äußerlich als Wundheilmittel angewendet bei kleineren Verletzungen.

Andere Namen:
Alfblut, Blutkraut, echtes Johanniskraut, Elfenblutkraut, Frauenkraut, Gartheil, Hartenaue, Hartheu, Herrgottsblut, Hexenkraut, Jageteufel, Jesuswundenkraut, Johannisblut, Johanniswurz, Konradskraut, Mannskraft, Maria Bettstroh, Sonnwendkraut, Tausendhochkraut, Teufelsflucht, Tüpfel-Hartheu, Tüpfel-Johanniskraut, Unserer Frauen Bettstroh, Waldhopfen, Wundkraut
Englisch: St. John´s Wort
Französisch: Herbe de St.-Jean, Herbe-à-mille-trous

Johanniskraut, ein uraltes Heilkraut - Hypericum perforatum

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