Salbei

Salvia officinalis L. - echter Salbei

Echter Salbei
Echter Salbei
Familie Lamiaceae – Lippenblütler

Beschreibung

Sein lateinischer Name Salvia kommt von "salvare" – retten, heilen bzw. "salvus" – gesund, heil, wohlbehalten.
Es ist ein Halbstrauch, der eine Höhe von 70 bis 80 cm erreicht. Er besitzt längliche, blaugrüne Blätter, die bis zu 8 cm lang sind und deren Unterseite filzig behaart ist (junge Blätter auch oben). Die Stängel verholzen im unteren Bereich.
Er besitzt einen aromatischem Duft und einen würzig-bitteren Geschmack, der zusammenziehend (adstringierend) ist.
Die Blüten sind violett bis rosafarben.
Blütezeit: Mai bis Juli

Verwendung:

Verwendung in der in der Küche

As Gewürz mit würzig und bitterem Geschmack. Aufgrund seiner zusammenziehenden Wirkung erzeugt er ein pelziges Gefühl im Mund. Zuviel ist daher zu vermeiden.
Wird gerne bei fetten Speisen wie Braten, Gemüse, Nudeln, Kartoffeln und Kürbis verwendet. Gerade in der italienischen Küche wird damit gewürzt. Gerichte wie
Saltimbocca alla Romana (dünne kleine Kalbsschnitzel mit Salbei und Schinken belegt) oder Pastasauce sind zu nennen.
Verwendung als Zierpflanze
Auch Zierpflanze ist er beliebt. Im Garten liebt er einen sonnigen und warmen Standort.

Salvia officinalis L.
Salvia officinalis L.

Mythische Verwendung

Bereits in der Antike wurden der Pflanze magische Kräfte zugeschrieben. Bei den Griechen und den Ägyptern wurde Salbei als Mittel gegen Unfruchtbarkeit genutzt.
Im Mittelalter glaubte man, dass ein Salbeibusch nur bei einem Weisen wachse oder dort, wo die Frau Herrin im Hause ist.

Kosmetische Verwendung

Pflege der Haare, insbesondere Shampoos bei fettigem Haar.
Cremes, Lotionen und Salben, auch hier oft für fettige Haut.
Zahnpasta, Mundspülung.
Fußbalsam
Badezusatz

Verwendung als Räucherwerk

Er duftet stark, aromatisch und harzig. Das Räuchern mit Salbei gilt als ideales Reinigungsmittel sowohl für Räume als auch der Aura. Negative Einflüsse werden abgewehrt. Er kräftigt und klärt.

Verwendung als Arzneipflanze

Beschreibung der Droge:

Salbeiblätter (Salviae folium).
Verwendung finden die getrockneten Laubblätter.
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Hydroxyzimtsäurederivate und weitere
Anwendung:
Arzneifertigpräparate, in Zubereitungen als Tinktur, Extrakt oder Aufguss.
Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Zahnfleischentzündungen.
Innerlich bei dyspeptischen Beschwerden wie Sodbrennen und Blähungen. Übermäßiger Schweißsekretion.

Salbeiöl (Salviae officinalis aetheroleum)
Das Öl wird aus den Blüten und Stängeln durch Wasserdampfdestillation gewonnen.
Inhaltsstoffe:
Thujon, Campher und Cineol und weitere
Anwendung:
Äußerlich bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Innerlich bei dyspeptischen Beschwerden. Übermäßiger Schweißsekretion. Innerliche Anwendung von Salbeiöl aufgrund des Gehalts an toxischem Thujon vom HMPC nicht empfohlen.

Andere Namen:

Altweiberschmecken, Echter Salbei, Garten-Salbei, Heilsalbei, Königssalbei, Küchensalbei, Scharlachkraut, Sabikraut, Scharlei, Rauchsalbei, Salver, Zaffe
Englisch: Sage, Common sage
Französisch: Sauge officinale

Salbei, echter - Salvia officinalis L.

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