Brunnenkresse – Nasturtium officinale

Echte Brunnenkresse ein Frühjahrskraut

Beschreibung

Die Brunnenkresse gehört wie viele Fühjahrskräuter zur Familie der Kreuzblütler und enthält Senföle, wie z.B. auch die Knoblauchsrauke. Worauf ihr würziger, scharfer Geschmack zurückzuführen ist. Sie ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Pflanze, die gerne an klaren Bächen und Teichrändern wächst. Dabei liebt sie fließendes, nährstoffreiches Wasser und eine sonnige bis halbschattige Umgebung.

Blütezeit und Sammelzeit

Die Blütezeit ist von Mai bis September. Während dieser kann man die weißen und würzigen Blüten zum Verzehr sammeln. Blütenknospen, Blätter und Triebe können von April bis Oktober gesammelt werden. Ab September kann man die Samen ernten.

Inhalts- und Nährstoffe

Ihren scharfen Geschmack verdankt sie den enthaltenen Senfölglykosiden. Sie wird daher auch Bachsenf genannt.
Viel Vitamin C, Vitamin A, B1, B2 und E. Mineralstoffe, wie Jod, Eisen, Phosphor, Calcium. Bitterstoffe. Gerbstoffe und Ätherische Öle.
Außerdem Abbauprodukte der Glucosinolate.
Verwendung:

Verwendung in der in der Küche

Sie wird zur Ernährung als Gemüse und Gewürz genutzt. Für grüne Smoothies, in Salaten oder einfach in den Quark als Brotaufstrich.
Wegen einer möglichen Leberegelinfektion gibt es die Empfehlung Brunnenkresse nur gezüchtet zu kaufen oder selbst anzuzüchten.

Verwendung als Zierpflanze

Als Wasserpflanze benötigt sie eine feuchte Umgebung und wird daher gerne als Zierde für einen Gartenteich angepflanzt. Sie gedeiht aber nur bei sauberem Wasser.

Mythische Verwendung

Für die Kelten war sie, ebenso wie Eisenkraut, Mädesüß und Mistel, ein magisches Kraut und hatte besondere Kräfte. Sie kann die magischen Kräfte des Wassers erhalten und wurde bei Ritualen zur Reinigung eingesetzt. Sie galt auch als Aphrodisiakum.

Kosmetische Verwendung

Die folgenden Funktionen werden der Brunnenkresse in der Kosmetik zugeordnet:
Antiseborrhoisch:
hilft die Talgproduktion zu hemmen.
Lindernd,
hilft Unbehagen an Haut und Kopfhaut zu lindern.
Kräftigend,
erzeugt ein angenehmes Gefühl auf Haut oder Haar.
Sie wird oft für Cremes verwendet. Manche sind speziell für die Anwendung beim Bekämpfen von Altersflecken gedacht.

Verwendung als Räucherwerk

In Räuchermischungen für den Frühling. Reinigung und Neubeginn.

Verwendung als Heil- und Arzneipflanze

Beschreibung der Droge:

Brunnenkressenkraut (Nasturtii herba)
Verwendung finden die getrockneten oder frischen in der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile.

Anwendung der Droge durch den bitteren Geschmack bedingt bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden.

In der Volksmedizin gilt sie als harntreibend und verdauungsfördernd. Sie findet darin Anwendung bei
Frühjahrskuren insbesondere bei Rheuma und Hautunreinheiten.
Entschlackung
Gicht
Harnwegsentzündungen
Vitamin-C Mangelerscheinungen

Andere Namen:

Bachbitterkraut, Bachkresse, Bachsenf, Bitterkresse, Bittersalat, Bornkresse, Echte Brunnenkresse, Gemeine Brunnenkresse, Grabenkresse, Grundkresse, Quellrautenkraut, Teichkresse, Ufer-Sumpfkresse, Wasserkresse, Wassersenfkraut, Wasser-Sumpfkresse, Weiße Kresse

Englisch: Watercress
Französisch: Cresson d'eau, Cresson de fontaine

Brunnenkresse oder Wasserkresse - Nasturtium officinale

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