Theriak Venezian

Theriak ein über 2000 Jahre altes Heilmittel

Inhaltsübersicht

Theriak kaufen

Als Zutat ist er im Schwedenbitter enthalten. Einzeln gibt es ihn als

Kräutermischung geschnitten ohne Opium und Meerzwiebel*

oder als fertige Anwendungen. Erhältlich sind

✔ Tropfen zum einnehmen
✔ Spray
✔ Venezianischer Theriak Tropfen zum einnehmen
✔ Venezianischer Theriak Spray

Alle fertigen Anwendungen erhältlich in dieser Apotheke*.

Theriak Gefäß
Theriak Gefäß

Theriak Venezian

Der in Venedig hergestellte Theriak Venezian galt früher lange Zeit als die beste Version des Allheilmittels. Der Zusatz Venezian ist also wie eine Art Gütesiegel für die seinerzeit in Venedig hergestellte Mischung. In ihrer ursprünglichen Zusammensetzung enthielt sie unter anderem Opium. Diese findet in der damaligen Form heutzutage keine Anwendung mehr. In einer abgewandelten Zutatenliste ohne Opium gibt es ihn noch heute. Als Zutat wird er beim Schwedenbitter und der Schwedenkräuter Ansatzmischung eingesetzt, welche ein beliebtes Hausmittel sind.

Theriak Zusammensetzung

Theriak Venezian ist in der ursprünglichen Zusammensetzung heute nicht mehr im Handel erhältlich.
Theriak kaufen, siehe oben, ist möglich, aber dieser enthält eben kein Opium.

Heute gebräuchliche Inhaltstoffe und Zusammensetzung sind:
20,2 g Theriak Drogenmischung:
40% Radix Angelicae, Echte Engelwurz
15% Radix Valerianae, Baldrianwurzel
15% Cortex Cinnamomi ceylanici, Ceylonzimtrinde
15% Rhizoma Zedoariae, Zitwerwurzel
7,5% Fructus Cardamomi incort., Kardamon
7,5% Myrrha, Myrrhe

72,7 g Honig
1,0 g Eisen(II)-Sulfat
6,1 g Likörwein 18%

Im Vergleich eine Zusammensetzung von 1874:
Gepulvertes Opium 1 Teil
Spanischer Wein 3 Teile
gepulverte Engelwurzel 6 Teile
Virginische Schlangenwurzel 4 Teile
Baldrianwurzel 2 Teile
Meerzwiebel 2 Teile
Zitwerwurzel 2 Teile
Zimmtkassie, 2 Teile
gepulverter kleiner Kardamom 1 Teil
gepulverte Myrrhe 1Teil
gepulvertes reines schwefelsaures Eisenoxydul 1 Teil
gereinigter Honig 72 Teile.

Theriak Geschichte

Die Zusammensetzung des Wundermittels hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Der Ursprung geht auf eine Inschrift in einer Wand des Asklepieion von Kos zurück. Also dem Ort an welchem Asklepios, der Gott der Heilkunst, verehrt wurde. Sie beschreibt eine Kräutermischung aus Anis, Fenchel und Kümmel mit der griechische Ärzte Schlangenbisse behandelten.

Um 170 v.Chr. hält zum ersten Mal der Arzt und Dichter Nikandros von Kolophon in dem Lehrgedicht „Theriake“ den Namen Theriak fest. Darin schreibt er über die Behandlung von Stichen und Bissen wilder Tiere (Therion griechisch für wildes Tier).

Als Vater des Heilmittels kann der griechischen König Mithridates VI. von Pontos bezeichnet werden. Er erprobte die Wirksamkeit des Mittels indem er zum Tode verurteilte Verbrecher das Gift und dann das Gegengift einnehmen lies. Die Anzahl der Zutaten stieg mit Hilfe seines Leibarztes auf insgesamt 54 an. Die Ergebnisse dieser Versuchsreihen fasste er in einem Buch zusammen, „Theriaka. Über giftige Tiere.“ Das universelle Mittel bezeichnete man zunächst nach seinem Namen als Mithridaticum, kam aber dann auch zu dem Namen Theriacum durch den Bezug zu seinem Buch und so sagt man heute kurz Theriak.
Die regelmäßige Einnahme seines Mittels soll dem König angeblich Immunität verliehen haben und dadurch seinen Selbstmordversuch durch Vergiften zum Scheitern gebracht haben. Daraufhin ließ er sich erdolchen.

Die Theriak Rezeptur erlangte erneut einen großen Bekanntheitsgrad als sich Andromachus, der Leibarztes des römischen Kaisers Nero, der Rezeptur annahm und diese mit zusätzlichen Inhalten weiterentwickelte. Diese Variante wurde als Theriaca andromachi bezeichnet. Auch der römische Kaiser Mark Aurel soll das Mittel vorbeugend eingenommen haben, da Giftmorde in der damaligen Zeit häufiger vorkamen.

Im Mittelalter fand er ebenfalls reichlich Gebrauch. Als Allheilmittel wurde er bei allem Möglichem zur Behandlung und Vorbeugung angewendet. Zahnschmerzen, Knochenbrüche, Syphilis und auch Pest. Die Zahl der Inhaltsstoffe stieg teilweise bis auf 300 verschiedene an. Die Experimentierfreude schien grenzenlos. Tierische Zutaten, wie Entenblut, zerquetschte Eidechsen und Schlangenfleisch kamen zu den getrockneten Pflanzen und Kräutern hinzu. Auch anorganische Stoffe zum Beispiel Kupfersulfat und Eisenoxid waren dabei. Nicht zu vergessen Wein und Honig sowie die auffallendsten Wirkstoffe Vipernfleisch und Opium. Letzteres lässt ein Wohlfühlen bei der Behandlung mit der Himmelsarznei verständlich erscheinen und erklärt sowohl den Einsatz als Schmerzmittel als auch den als süchtig machendes Genussmittel.

Im 18. Jahrhundert vereinfachte sich die Rezeptur wieder. Aufgrund der verständlichen Kritik und Diskussionen von Ärzten reduzierte sich die Zutatenliste stark.

Es handelte sich allerdings auch um ein teureres Mittel, insbesondere in der hochgelobten Qualität des Theriak Venezian. Die breite Bevölkerung konnte sich das Universalmittel einfach nicht leisten. Dies rief Betrüger auf den Plan und minderwertige Mischungen kamen auf den Markt. Die gepanschten Mittel verhießen gute Geschäfte und Quacksalber rieben sich die Hände. Daraufhin wurden Vorschriften erlassen, um Verfälschungen zu vermeiden indem die Herstellung unter Aufsicht gestellt wurde.

Lange Zeit galt er als das Meisterstück der Apothekerkunst. Jedoch verringerte sich die Bedeutung von Allheilmitteln mit der Weiterentwicklung der Heilkunst und er wurde letztmals 1953 im Deutschen Arzneibuch erwähnt.

Theriak Venezian im Schwedenkräuter Ansatz

Gerade im fertigen Schwedenbitter oder in der Schwedenkräuter Ansatzmischung lebt der Theriak Venezian aber noch heute weiter. Wenn auch nicht in der ursprünglichen Mischung mit Opium als Zutat, ist er in diesem beliebten Hausmittel enthalten. Die Schwedenbitter Anwendung ist vielseitig. In den Büchern über Schwedenkräuter werden ähnlich dem Theriak Venezian zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten sowohl innerlich als auch äußerlich beschrieben.

Andere Bezeichnungen und Namen

Driakel, Dryackel, Himmelsarznei, Mithridaticum , Triachel, Trijakel, Triakes,
Tyriaca, Tyriakel, Tyriaker
Engl. Treacle
Franz. Triacle

Theriak Venezian - ein über 2000 Jahre altes Heilmittel

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