Elsbeere- Sorbus torminalis

Elsbeere, die schöne Else

Die schöne Else Beschreibung der Elsbeere

Die Elsbeere ist eine attraktive Erscheinung, weshalb der Baum auch schöne Else genannt wird. Im Frühling zeigt sie ihre Pracht mit schönen, weißen Blüten und im Herbst besticht sie mit einer besonderen Farbenpracht. Ihr Farbspiel erfreut in dieser Jahreszeit mit feurigem Rot über leuchtendes Orange bis hin zu gelben Farbtönen.
Die Früchte sind Ende September Anfang Oktober reif. Die ungefähr einen Zentimeter großen Früchte sind zunächst gelblich und erhalten dann nach einer rötlichen Phase ihren braunen Farbton, den sie in ihrer Reife haben. Die reifen braunen Früchte haben hellere Farbtupfer und werden auch wenn es schwer fällt vom Baum mit hohen Leitern geerntet, da diese nicht von alleine herunterfallen. Dies mag wohl auch der Grund sein warum der aus den Früchten gewonnene Elsbeere Schnaps im Vergleich zu anderen Branntweinen so stolze Preise hat.
Obwohl sie eine so beeindruckende Erscheinung ist, trifft man sie heutzutage nicht mehr so oft an.
Das Elsbeere Holz ist kostbar und von besonderer Güte. Es wird für Furniere verwendet und ist besonders im Instrumentenbau äußerst geschätzt. Allerdings wird es auch zu Spitzenpreisen gehandelt. Schon 1900 wurde ihr Holz bei der Pariser Weltausstellung zum schönsten Holz ernannt.
Im Jahr 2011 wurde sie in Deutschland und 2012 in Österreich zum Baum des Jahres gekürt.
Sie ist das größte einheimische Rosengewächs (Rosaceae). Zum Wachsen hat sie auch reichlich Zeit, denn sie kann 300 Jahre alt werden sowie eine Höhe von 25 bis 30 Metern erreichen.

Wann blüht die Elsbeere?
Blütezeit: Mai bis Juni

Wann sammeln bzw. ernten?
Die Früchte werden Ende September bis November reif.


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Verwendung:

Verwendung in der in der Küche

Sie wird gerne für Marmelade oder Kompott verwendet. Die getrockneten Früchte nutzt man für das Müsli und der Elsbeere Schnaps ist ein bekannter Edelbrand. Die
Beeren sind eine Zutat zu Schokolade, Torten, Käse und Nudeln.

Inhaltsstoffe
Gerbstoffe wie Tannin, Vitamin C, Pektin, Flavonoide

Mythische Verwendung

Die Germanen weihten Bäume der Gattung Sorbus dem Gott Donar (Thor) und sie galten als Glücksbringer.
Die keltischen Druiden pflanzten diese um ihre Kultstätten. Die Kelten glaubten sich so vor Ungemach und Flüchen zu bewahren.

Verwendung als Heil- oder Arzneipflanze

In der Volksmedizin aufgrund des hohen Gehalts an Gerbstoffen bei Durchfall angewendet.
Martin Luther (1483 bis 1546) schrieb im September 1526 ihm die Elsbeere für die Behandlung seiner Frau Katharina von Bora zu schicken
Aulus Cornelius Celsus schrieb in „De re rustica“(25 - 30 n. Chr.) über Sorbus torminalis, wie die heutige wissenschaftliche Bezeichnung des Baumes lautet.
Früher fand sie gegen Cholera und Ruhr Anwendung, weshalb sie auch „Ruhrbirne“ genannt wird.

Andere Namen, Synonyme und Ursprung des Namens:

Der wissenschaftliche Name geht auf die beiden lateinischen Worte Sorbus und torminalis zurück. Der Gattungsname „Sorbus“ kommt von dem keltischen Begriff „sorb“, welcher „herb“ bedeutet. Was wohl auf den herben Geschmack der Früchte zurückgeht.
Torminalis kommt von dem lateinischen Substantiv „Tormina“, was soviel wie Leibschmerzen oder auch Kolik bedeutet.

Weitere Namen:
Alzbeere, Adlitzbeere, Atlasbaum, Atlasbeere, Arisbeere, Arlesbeere, Darmbeere, Els-Vogelbeere, Elzbeere, Frauenbeeri, Krause Else, Ruhrbirne, Sauerbirl, Schöne Else, Schweizer Birnbaum, Wilder Sperber

Englisch: wild service tree, chequers, checker tree
Französisch: Alisier torminal, Alisier des bois, Sorbier torminal

Weitere Sorbus Arten in Deutschland
Vogelbeere, Mehlbeere und Speierling

Die schöne Else - Elsbeere- Sorbus torminalis

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